Spielbericht 17. und 18. Spieltag

Zum Abschluß der Saison noch ein Sieg und ein Unentschieden für Hochheimer Badmintoncracks

Am vergangen Wochenende ging beim letzten Doppelspieltag der Runde zuerst Samstags nach Bad Camberg.

Die Doppelpaarungen hiessen diesmal Florian Mikulasch und Claus Schroeder im ersten Herrendoppel und Alex Mehr und Philipp Steigerwald im zweiten Herrendoppel.

Florian und Claus hatten diese Saison noch gar nicht zusammengespielt, kennen sich baer schon seit Jahren aus dem Training und haben das gleiche Spielsystem. Das hat wohl am Ende auch den Ausschlag gegeben in einer äussert knappen Partie. Mussten die Weinstädter den ersten Satz noch knapp mit 16:21 abgeben, fanden sie immer besser zu ihrem Rhythmus und konnten den zweiten Satz mit 21:17 klarmachen. Auch der Entscheidungssatz war sehr eng mit tollen Ballwechseln auf hohem Niveau und dem glücklichen Ende mit 21:19 für Florian und Claus.

Genau umgekehrt lief es bei Alex und Philipp. Diese hatten in der zurückliegenden Runde schon des öfteren zusammen gespielt und die anfänglichen Schwierigkeiten sollten überwunden sein. So starteten sie auch gleich furios und zogen mit leichtem Vorsprung davon, den sie bis zum Satzende halten konnten (21:19). Danach kam aber der Gegner stärker ins Spiel, machte weniger Fehler und baute Druck auf die Hochheimer Paarung auf. Das Ergebnis war ein 16:21 und der Entscheidungssatz. Hier hatten Die Gäste nicht mehr die Kraft und Nerven um die Camberger ernsthaft in Bedrängnis zu bringen, mit wiederum 16:21 ging die Partie verloren.

Das Damendoppel Evelyn Rattenhuber und Ulrike Reimann hatte diesmal mit dem Camberger Damen keine Probleme, sie waren nicht wirklich ebenbürtig, die Punkte im zweiten Satz beim 21:7 und 21:13 waren schon fast Mitleids-Punkte.

Flroian Mikulasch traf im ersten Einzel auf einen erfahrenen „alten“ Recken, aber der Hochheimer befindet sich momentan in bestechender Form und putzt fast alle weg was ihm vor den Schläger kommt, ein echter Punktegarant im Einzel. So war auch der Camberger kein wirkliches Problem, Florian siegte mit 21:15 und 21:14.

Wie Florian ist auch Uli Reimann Punktelieferantin für die Hochheimer und hat mit lediglich einer Niederlage eine Quote von 90%. Ihre Gegnerin machte Uli etwas mehr Mühe als im Doppel, aber letztlich war das 21:13 und 21:15 eine leichte Übung für die Weinstädterin.

Damit fehlte nur noch ein Punkt zum Sieg, und das im Verlauf der Saison bisher recht unglücklich agierende Mixed wollte dieses Mal unbedingt zum Erfolg beitragen. Sie trafen aber auf einen ungefähr gleichstarken Gegner, und nach einer dreiviertel Stunde Blut, Schweiss und Tränen und einenm 21:19 und 19:21 war zum Entscheidungssatz alles wieder auf Null gestellt. Evelyn und Philipp kämpften mit allen Mitteln und liessen nichts unversucht, aber wieder klebte wie ein Fluch an ihrem Spiel, mit 18:21 mussten sie auch dieses Spiel abgeben.

Auch der laufstarke Alex Mehr musste im zweiten Einzel nach einem 16:21 und 21:18 in den Entscheidungssatz. Hatte er dort sonst oft die Gegner zermürbt und müde gelaufen, war diesmal der Camberger ein anderes Kaliber, er hielt läuferisch mit, und Alex musste auch nach einigen vermeidbaren Fehlern relativ deutlich das Spiel mit 13:21 abgeben.

So ruhten die Gästehoffnungen auf dem Routinier Claus Schroeder, der auch lieferte was sich alle Hochheimer von ihm erhofften. Begünstigt von einem nicht sehr starken Gegner konnte sich Claus klar mit 21:10 und 21:6 durchsetzen und den Siegpunkt zum 5:3 für Hochheim klarmachen.

Am Sonntag morgen kam zum letzten Rundenspiel der Nachbar von Ginsheim/Mainspitze in die Hochheimer Gesamtschulhalle.

Das erste Heim-Doppel bildeten diesmal Florian Mikulasch und Alexander Mehr, die nach tollem Spiel aller Akteure und vielen sehenswerten Ballwechseln und Punkten wieder einmal hauchdünn mit 24:26 und 19:21 das Nachsehen hatten.

Im zweiten Doppel traten die eingespielten Claus Schroeder und Matthias Schiller an einen Punkt zu erobern, aber die Fehlerquote war anfangs insbesondere bei Matthias ungewöhnlich hoch und so mussten sie den Satz 17:21 abgeben. Im zweiten Durchgang konnten die Gastgeber die Fehler abstellen und die Gäste so unter Druck setzen dass sie selbst Fehler machten, der Lohn war ein klares 21:11. Unglücklicherweise konnten sich die Mainspitzler im Entscheidungssatz besser auf die Hochheimer Spielweise einstellen, zudem kamen bei Matthias wieder leichte Fehler bei aussichtsreicher Position dazu, ein knappes 18:21 war das traurige Resultat.

Uli Reimann und Evelyn Rattenhuber setzten sich mit sicherem und konsequentem Spiel ohne jede Bedrängnis mit deutlichem 21:11 und 21:15 durch, und auch im Einzel hatte Uli beim 21:11 und 21:3 eher ein Trainingsmatch denn eine echte Herausforderung.

So haben wieder einmal die Damen für wichtige Punkte gesorgt, während die Herrendoppel das Sorgenkind der Hochheimer bleiben.

Wie schon am Tag zuvor war Florian Mikulasch auch diesmal in glänzender Form. Sein Gegner war nicht schlecht, aber er konnte spielen was er wollte, Florian hatte fast immer die bessere Antwort und erspielte souverän den dritten Punkt beim 21.9 und 21:16.

Das Mixed bestritten diesmal Evelyn Rattenhuber mit Matthias Schiller, und als wollten sie den klaren Beweis liefern dass der Fluch nichts mit Personen zu tun hat weil der sonst etatmässige Mixedspieler Philipp Steigerwald diesmal fehlte konnten auch die beiden nicht gewinnen. Matthias hatte seine Fehlerqoute aus dem Doppel noch nicht im Griff, Evelyn liess sich davon anstecken, und trotz teilweise guter Ballwechsel machten sie dann mit leichten Fehlern die vorherigen Erfolge zunichte, das unglückliche 18:21 und 19:21 war das Resultat.

Auch Claus konnte nicht an den Vortagserfolg anknüpfen, allerdings war sein heutiger Gegner ein anderes Kaliber. Den ersten Satz musste Claus völlig von der Rolle mit 10:21 abgeben, dann fing er sich wieder und hielt im zweiten Durchgang sehr gut mit, am Ende brachten aber zwei vermeidbare Fehler den Sieg für Mainspitze beim 21:19.

Damit hiess es Niederlage oder Unentschieden für die SpVgg-ler, und einmal mehr hatte es Alex Mehr auf dem Schläger. Sein Gegner war in den besten Jahren, spielerisch stark, mit viel Übersicht und auch konditionell gut beisammen. Nach vielen langen und schönen Ballwechseln konnte sich Alex in der Verlängerung mit 22:20 den ersten Satz sichern, aber der Mainspitzler liess nicht locker sondern drehte noch etwas auf und erzielte mit 21:17 den Satzausgleich. Auch hier lief nichts wie am Vortag, zum Glück für Alex. Denn diesmal wurde der Gegner langsam müde, machte Fehler und Alex konnte sich letztlich klar mit 21:12 durchsetzen und seinem Team das Unentschieden sichern.

Wie wichtig diese Punkteteilung war zeigte sich dann beim Blick auf die Abschlusstabelle, denn dadurch konnten sich die Hochheimer noch vor die Flörsheimer vom 7. auf den 6. Platz schieben, die zwar nach Spielen um eines besser sind, aber nach Punkten um einen schlechter.

Damit beenden die Badmintoncracks eine wechselhafte Saison im gesicherten Mittelfeld (6 von 10), es gab sensationelle Siege gegen Titelaspiranten und unerklärliche Niederlagen gegen Kellermannschaften. Die besten Disziplinen waren das Dameneinzel und –doppel sowie das 1. Herreneinzel, bei insgesamt 132 Spielen wurden 3 Damen und 8 Herren eingesetzt. Die meisten Partien bestritten Evelyn Rattenhuber mit 29 und Matthias Schiller mit 28 Matches, mit Abstand am erfolgreichsten war Uli Reimann, die 16 ihren 20 gespielten Matches gewinnen konnte.

Nach der Runde kommt jetzt nach Ostern die Zeit der Privatturniere, man muss also nicht auf Wettkampf verzichten, wer will kann weiter jedes Wochenende auf das gefiederte Bällchen schlagen!

Und die neue Saison kommt mit Sicherheit, so wie es bald wieder September wird – nach einem hoffentlich wunderschönen Sommer!

Spielbericht 15. und 16. Spieltag

Wochenende ohne Sieger für Badminton

Am vergangenen Wochenende mussten die Hochheimer Federballer wiederum zweimal antreten.

Am Samstag kam die Spielgemeinschaft Niedernhausen/Bermbach angereist. Hatten die Hochheimer in der Vorrunde noch in der kleinen flachen Bermbacher Halle klar verloren sollte es diesmal besser laufen, so zumindest die Erwartungen der Teilnehmer.

Das zweite Herrendoppel mit Philipp Steigerwald und Michael Lange bot eine durchaus beachtliche Leistung, musste aber am Ende der Gästepaarung ganz knapp mit 20:22 und 17:21 den Sieg überlassen.

Florian Mikulasch trat diesmal mit Alexander Mehr im ersten Doppel an, und obwohl Alex immer noch seine Stärken vor allem Im Einzel hat klappte das Zusammenspiel der beiden erstaunlich gut, kleine Stellungsfehler wurden mit Laufstärke ausgeglichen und so konnten die Gastgeber den ersten Satz klar mit 21:14 nach Hause bringen. Im zweiten Satz riss der Faden, es kam zu einigen unerzwungenen Fehlern und folglich dem Satzverlust ebenfalls zu 14. Der Entscheidungssatz sah wieder die Weinstädter klar vorne, die Taktik stimmte und auch die Fehler waren abgestellt, 21:13 war der deutliche Lohn.

Ulrike Reimann und Evelyn Rattenhuber hatten mit den relativ spielschwachen Gegnern aus dem Taunus keinerlei Probleme, das 21:12 und 21:7 war fast eine Trainingseinheit.

Desgleichen erging es Uli Reimann im Dameneinzel, den ersten Satz machte sie zu 5 klar, dann gab es etwas Mitleid mit der Gegnerin und Uli ließ noch 10 Punkte im Zweiten zu.

Deutlich mehr Arbeit und Mühe hatte Florian Mikulasch im ersten Einzel, sein Gegner verlangte ihm sehr viel ab, aber Florian hat derzeit quasi einen Lauf, er ist sehr fokussiert und macht wenig Fehler, platziert seine Bälle excellent und zeigt grosse Nervenstärke. War der erste Satz noch hart umkämpft und knapp mit 21:16 so hatte er damit den Niedernhausener geknackt und konnte mit 21:9 den Sack zumachen.

Damit lief alles nach Plan für die Hochheimer, von den noch ausstehenden drei Spielen musste nur eines zum Gesamtsieg gewonnen werden.

Allerdings hatte das Mixed mit Evelyn Rattenhuber und Philipp Steigerwald sehr erfahrene und spielstarke Gegner, insbesondere die Mixed-Dame beherrschte das Netzspiel sehr gut. Gab es im ersten Satz mit 10 Punkten wenigstens noch ein zweistelliges Ergebnis, hatten die Hochheimer im Zweiten mit 5 Punkten so etwas wie eine Ohrfeige kassiert, es war kein Kraut gewachsen gegen die Gäste, was sie auch versuchten.

Alex Mehr traf im zweiten Einzel auf einen grossgewachsenen Linkshänder, der ihn läuferisch vor grosse Herausforderungen stellte während der selbst viele Bälle schon frühzeitig aufgrund seiner Reichweite abfangen konnte ohne viel laufen zu müssen. Alex kam mit der Herausforderung gut zurecht, musste aber deutlich mehr investieren so dass jeweils am Satzende etwas die Körner fehlten. Mit knappen 18 und 19 Punkten musste sich Alex beugen.

So ruhten denn alle Hoffnungen auf einen Sieg auf Matthias Schiller, dessen mehr als halb so alter Gegner im dritten Einzel ihn versuchte zum Laufen zu bringen während der Hochheimer Routinier mit platzierten Bällen versuchte sich eine gute Ausgangsposition für den entscheidenden Smash zurechtzulegen. Diese Taktik ging im ersten Satz knapp nicht ganz auf, Matthias verlor zu 18. Davon liess er sich aber nicht entmutigen oder verunsichern, er hielt an seinem Konzept fest und konnte nervenstark in der Verlängerung des zweiten Satzes den 22:20 Satzausgleich erzwingen. Im dritten Satz ging es weiter ganz eng zu, zum Ende liess aber bei dem Weinstädter etwas die Kraft und damit die Konzentration nach, einige vermeidbare Fehler brachten dem jungen Mann aus dem Taunus einen kleinen Vorsprung, den er mit 21:18 bis zum Ziel hielt.

So wurde aus dem Sieg leider nichts, man trennte sich friedlich und verdient unentschieden.

Der Sonntagmorgen brachte die Hochheimer bei strahlendem Wetter zum Tabellenletzten nach Rüsselsheim, wiederum mit einigen Erwartungen.

In der kleinen Zweifelder-Halle im Dicken Busch ging es auch gleich gut los.

Claus Schroeder und Matthias Schiller hatten mit den Licht- und Bodenverhältnissen grössere Probleme als mit den Gegnern, nachdem anfängliche Schwierigkeiten überwunden waren hatten sie mit 21:19 und 21:13 die Partie klar im Griff.

Die sonst so erfolgsgewohnten Hochheimerinnen Evelyn Rattenhuber und Ulrike Reimann taten sich gegen die Opelstädter schwer, viele ungewohnte Schlag- und Stellungsfehler, die sie nicht abstellen konnten, führten zur knappen 19:21 und 20:22 Niederlage.

Florian Mikulasch spielte diesmal im ersten Doppel mit Philipp Steigerwald, und die neu zusammengestellte Kombination startete gleich sehr stark gegen einen Rüsselsheimer Kombination aus Erfahrung und Jugend. Lediglich am Ende führten zwei glückliche Schläge zum Satzgewinn der Gäste (22:20). Im zweiten Satz konnten sich die Weinstädter nicht mehr steigern, die Gäste wurden sicherer und machten mit 21:16 den Sack zu.

Uli Reimann traf im Dameneinzel auf die stärkere der beiden Rüsselsheimer Damen, tat sich aber weiterhin schwer mit der Halle und sich selbst und fand nicht zur Normalform, in der sie sicherlich die Gewinnerin gewesen wäre. So musste sie mit knappen 15:21 und 21:23 das Feld räumen.

Auch das Mixed Evelyn Rattenhuber und Philipp Steigerwald fand nicht zur Normalform, der gegner musste nur den Ball lange genug im Spiel halten damit die Gäste einen Fehler machen konnten während sie sonst eher für sicheres Spiel bekannt sind. Beim klaren 13:21 und 11:21 gab es aber nichts zu holen.

Mit dieser Situation hatten die Gäste nicht gerechnet, man hatte stark auf die Spiele mit Damenbeteiligung als Siegpunkte gesetzt, aber die sonst Punktebringenden hatten wohl beide einen gebrauchten Tag erwischt. Nun lag es an den Herren wenigstens noch das Unentschieden zu retten.

Florian Mikulasch traf auf den Oldie und Routinier Heinz Knebel, der ihm in eigener Halle zumindest im ersten Satz einiges abverlangte. Aber Lauf von Florian sollte auch an diesem Tag nicht enden, mit 21:18 und 21:12 setzte er sich sicher durch.

Claus Schroeder fand sich einem laufstarken Gegner gegenüber, der aber dann bei langen und platzierten Bällen Probleme bekam und nicht sicher zurückspielen konnte. Dennoch musste Claus jeden Punkt erkämpfen, der Rüsselsheimer gab keinen Ball verloren und lief sich quasi die Seele aus dem Leib. Nach knappem 22:20 für Claus war der Rüsselsheimer dann aber am Boden und stand nicht mehr auf, der zweite Satz war Formsache (21:7).

Damit lag es an Matthias Schiller um ein Unentschieden oder Niederlage zu spielen. Sein junger Gegner war aber weder sonderlich lauf- noch spielstark, Matthias konnte seine Routine ausspielen, denn Ball und Gegner laufen lassen und im entscheidenden Moment den punktbringenden ball schlagen. Das 21:12 und 21:9 war keine schwierige Sache.

Damit stand das zweite Unentschieden des Wochenendes fest, nach dem Verlauf zufriedenstellend, nach der Papier- und Normalform etwas enttäuschend. In der Tabelle bleibt Hochheim der 7. Platz von 10 Teams.

In zwei Wochen geht es beim letzten Doppelspieltag Samstags nach Camberg und zum Schluß kommt Ginsheim/Mainspitze nach Hochheim, danach ist die Saison 2014/15 für die Federballer beendet und die Privatturniere stehen für Spielwütige auf dem Programm.

Spielbericht 13. und 14. Spieltag

Kein gutes Wochenende für Badminton

Am vergangenen Wochenende mussten die Hochheimer Federballer zweimal auswärts ohne ihre beiden stärksten Herren antreten.

Am Samstag traf man sich in Flörsheim zum Rückspiel gegen den Tabellennachbarn. Alex Mehr und Philipp Steigerwald zeigten im zweiten Herrendoppel keine schlechte Form, auch das Zusammenspiel wurde mit grösserer Praxis langsam besser, aber gegen die starken Flörsheimer langte es diesmal noch nicht (14:21 und 13:21).

Die Damen Judith Völlger und Evelyn Rattenhuber schlugen sich sehr beachtlich, leider merkte man Judith die fehlende Trainingsbeteiligung seit Weihnachten an. Der erste Satz war noch ganz knapp mit 20:22, im Zweiten konnten die Hochheimerinnen nicht mehr zulegen und mussten sich 16:21 geschlagen geben.

Auch sehr knapp war es im ersten Herrendoppel bei Claus Schroeder und Matthias Schiller. Die beiden alten Recken trafen auf eine sehr spielstarke und –sichere Paarung und es gab ein hochklassiges Spiel mit wenigen leichten Fehlern und vielen schönen Szenen und dem aus Gästesicht erfreulichen 21:17 und 21:19.

Judith Völlger war im Dameneinzel zwar sehr motiviert und engagiert, aber mit doch etlichen leichten Fehlern hatte sie gegen eine starke Flörsheimerin am Ende relativ deutlich mit 12:21 und 11:21 das Nachsehen.

Auch der lauf- und kampfstarke Alex Mehr kam im ersten Einzel gegen einen chinesischen Spieler an seine Grenzen, die niedrige Halle und ungewohnten Lichtverhältnisse taten ein Übriges. Der Flörsheimer machte kaum Fehler, spielte sehr platziert und liess Alex laufen. Konnte der Weinstädter im ersten Satz noch leidlich mithalten (18:21), ging ihm im zweiten Satz langsam die Puste aus (14:21).

Claus Schroeder im zweiten Einzel musste ebenfalls bis an die Grenzen der Belastbarkeit gehen und einigen seiner berüchtigten Sprungflugrollen einlegen, um am Ende den ersten Satz doch unglücklich mit 19:21 zu verlieren. Auch der zweite Satz war ausgeglichen bis zum 6:6. Hier gab es einen extrem langen Ballwechsel mit schlechtem Ausgang für Claus, danach war seine Physische und psychische Verfassung angeknackst und es gab nur noch 3 Punkte zum 9:21.

Matthias Schiller traf im dritten Einzel auf einen jungen Flörsheimer Spieler, dem er im ersten Satz mit variablem und präzisem Spiel völlig den Schneid abkaufen konnte (21:9). In der Satzpause wurde der Flörsheimer von seinen Mannschaftskameraden gecoacht und es gelang ihm erfolgreich Matthias in längere Ballwechsel zu verwickeln, die dieser meist mangels Kondition verlor, 14:21 war das logische Ergebnis. Im dritten Satz war es wiederum der Hochheimer, der sich besser auf die neue Taktik und Bälle des Gastgebers eingestellt hatte und in vielen Fällen eine gewinnende Antwort wusste um zur Belohnung den Spielgewinn mit 21:13 zu feiern.

Das Mixed Evelyn Rattenhuber / Philipp Steigerwald begann ebenfalls recht furios und konnte sich mit schnellem und aggressivem Spiel einen kleinen Vorsprung herausspielen, den sie bis ins Ziel hielten (21:19). Im zweiten Satz hatte sich der Gegner besser darauf eingestellt, bei den Weinstädter kamen noch einige leichte Fehler dazu und so mussten sie mit 17:21 den Satzausgleich zulassen. Im Entscheidungssatz fanden sie leider keine Mittel mehr die Flörsheimer in Bedrängnis zu bringen, auch die Fehlerquote konnte nicht gesenkt werden, und so mussten Evelyn und Philipp mit 13:21 die Niederlage zulassen.

Im Gesamtergebnis gab es damit ein 6:2 für Flörsheim und die Nachbarn rutschten auch ärgerlicherweise in der Tabelle vorbei.

Am Sonntag ging es in fast unveränderter Besetzung zum Tabellenzweiten Raunheim, lediglich Judith Völlger, die sich zu dem Zeitpunkt schon auf dem Weg zum Skifahren befand, wurde von Uli Reimann ersetzt.

Somit hiess das Damendoppel diesmal Uli Reimann mit Evelyn Rattenhuber, und sie trafen auf zwei erfahrene Raunheimerinnen, mit denen sie sich einen harten und ausgeglichen Kampf lieferten. Jeweils zum Satzende konnten die Hochheimerinnen den Gegnern einige Punkte entwischen und mit einem knappen und glücklichen, aber dennoch wohlverdienten und leistungsgerechten 21:18 und 21:19 übers Ziel zu kommen.

Das erste Doppel Claus Schroeder / Matthias Schiller konnte nicht an die Leistung des Vortages anknüpfen, hatte aber diesmal ein ganz anderes Kaliber an Gegner vor dem Schläger. Das 10.21 und 12:21 war etwas unter Wert, spricht aber eine deutliche Sprache.

Alex Mehr und Philipp Steigerwald im zweiten Doppel kommen je öfter sie zusammen spielen umso besser in einen gemeinsamen Tritt, aber auch diesmal reichte es gegen die Wehling-Brüder mit über 50 Jahre Badminton-Erfahrung nur zum Achtungserfolg beim 17:21 und 11:21.

Alex Mehr hatte im ersten Einzel keine Chance gegen eine Raunheimer, der auch schon 2 Klassen höher gespielt hat und letztlich in allen Belangen einen Tick besser war. Alex spielte wahrlich sehr stark, sein Einsatz und Leistung war excellent, und das Ergebnis mit 14:21 und 13:21 ist aller Ehren wert.

Matthias Schiller im dritten Einzel sah lange wie der sichere Sieger der Begegnung aus, mit klugen und präzisen Bällen und variablem Spiel gelang ihm einen klares 21:15, und auch im zweiten satz führte er durchaus komfortabel, bis auf einmal unerklärlich der Faden riss. Die Sicherheit war weg, Bälle, die vorher noch knapp im Feld landeten gingen nun knapp aus, der Raunheimer gewann seine Sicherheit zurück und konnte knapp mit 21:19 ausgleichen. Mit neuer Kraft und Taktik ging der SV-ler in den Entscheidungssatz und konnte Punkt um Punkt wieder einen kleinen Vorsprung herausspielen, bis wie im zweiten Satz urplötzlich alles weg war, der Gegner holte wieder auf, und nach einem eigentlich nicht mehr verlierbaren Vorsprung von 19:15 für den Hochheimer kam es doch zum GAU, 3 leichte Fehler und 3 tolle Bälle des Gastgebers führten zum 19:21.

Uli Reimann hatte kein leichtes Spiel und musste alle Tricks und Kniffe, neben einer guten Laufleistung und Übersicht, aufbieten, um ihre Gegnerin in Schach zu halten. Duplizität der Ereignisse gelang ihr wie im Doppel auch hier zum Ende jeweils ein paar entscheidende Punkt mehr zu setzen als die Raunheimerin, und mit wieder 21:19 und 21:18 sicherte sich Uli das Spiel.

Die Hoffnung auf ein noch mögliches Unentschieden durch den Sieg von Uli zerstob im zweiten Einzel von Claus Schroeder leider recht schnell. Zwar konnte der Weinstädter unter Aufbietung aller Kräfte und wiederum einiger Flugrollen leidlich mithalten, der gross gewachsene und schmetterstarke Raunheimer war aber immer einige Punkte vor und sicherte sich letztendlich klar mit 21:16 und 21:14 den Siegpunkt für sein Team.

Damit war das Mixed Evelyn Rattenhuber / Philipp Steigerwald zwar nicht mehr siegrelevant, aber für die persönliche Bilanz und den Punktestand wollten die beiden natürlich trotzdem gerne gewinnen. Sie konnten auch durchaus einige Akzente setzen, aber insgesamt war die Fehlerquote doch leider etwas zu hoch, die starke Raunheimer Paarung tat ein Übriges mit druckvollem und sicherem Spiel für den eigenen Sieg mit 21:13 und 21:12.

Damit stand das 6:2 für Raunheim und die Hochheimer finden sich nach dem Doppelspieltag auf Platz 7 von 10 Mannschaften wieder.

In zwei Wochen geht es beim nächsten Doppelspieltag gegen den Tabellenletzten und Vorletzten, da wird sich zeigen ob der Negativtrend aufgehalten werden kann.

Spielbericht 12. Spieltag

Sieg gegen Dotzheim

Am vergangenen Wochenende stand planmässig das Ligaspiel gegen Dotzheim für die Hochheimer Badmintonspieler auf dem Programm, aber das der Gegner für den Samstag keine Mannschaft stellen konnte und die faire Sportler und gute Gastgeber sind, haben sie einer Verlegung auf den montäglichen Trainingsbetrieb zugestimmt.

Dies hatte zweierlei zur Folge: Dotzheim trat in Bestbesetzung an, incl. Markus Tillinger, einem ehemaligen Hochheimer Gewächs, das vor einigen Jahren nach Dotzheim gewechselt ist um in höheren Ligen zu spielen, und als Dankeschön für die Verlegung brachten die Hauptstädter eine Auswahl an Getränken (sprich Bier, Radler, aber auch isotonische Drinks), einen leckeren Kuchen sowie Baguette und Salami mit.

Aber auch die Weinstädter traten (zum ersten Mal in dieser Saison) mit den ersten vier Herren an, wenn man vom leider immer noch verletzten Christian Wolf absieht.

Nach einiger Diskussion wie man die Herrendoppel nun am erfolgversprechendsten zusammenstellt nahmen Florian Mikulasch und Dieter Schad die Herausforderung gegen Markus Tillinger und seinen erfahrenen Partner an. Im Vorfeld hätten wahrscheinlich alle Beteiligten auf einen klaren Dotzheimer Sieg gewettet, aber die Hochheimer zeigten ihr bisher bestes Spiel, nicht nur mit kluger Taktik und platzierten Bällen sondern auch effizienten Laufwegen und Harmonie im Zusammenspiel. So konnten sie auf sehr hohem Niveau die Dotzheimer zu Fehlern zwingen und auch viele Punkte selbst erspielen, es ging sehr ausgeglichen hin und her bis leider ganz am Ende einige unglückliche Bälle in der Verlängerung zum Satzverlust führten (22:24). Der zweite Satz war ebenfalls lange äusserst ausgeglichen, es dauert einige Zeit bis die Gäste einen kleinen Vorsprung erspielen konnten, den sie bis zum Ende erfolgreich verteidigten (18:21). Damit war das Spiel wie erwartet verloren, aber dass die Hochheimer einen solch tollen Kampf geliefert haben ist aller Ehren wert.

Das zweite Doppel mir Alexander Mehr und Claus Schroeder traf auf ein spielstarkes eingespieltes Brüderpaar aus Pakistan, das den beiden das Leben schwer machte. Die Hochheimer spielten nicht schlecht, aber insbesondere das Zusammenspiel und die Raumaufteilung lässt noch Verbesserungen zu, während die individuelle Klasse nicht zu bestreiten ist. Es gelang Alex und Claus relativ gut mitzuhalten, aber die Dotzheimer waren immer einen kleinen Tick besser und konnten jeweils einen kleinen Vorsprung über die Ziellinie retten (21:16 und 21:17).

Den Damen Uli Reimann und Evelyn Rattenhuber kann man mangelndes Eingespieltsein sicher nicht vorwerfen, sie wissen fast blind was die Partnerin in welcher Situation wohl tut und lassen keine Lücken zu. Da die Damen aus Dotzheim zudem nicht so spielstarkes Niveau wie deren Herren hatten kam es zu einem ungefährdeten 21:9 und 21:15 für die Weinstädter, ohne dass sie bis zum letzten gehen mussten.

Uli Reimann spielte dann auch gleich weiter im Dameneinzel und setzte auch hier klar die Akzente, die Gegnerin konnte nur reagieren, Uli agierte und erspielte sich souverän ein 21:12 und 21:10 zum kurzfristigen 2:2 Ausgleich in den Spielen.

Im 3. Herreneinzel musste Claus Schroeder sich mit einem der beiden pakistanischen Brüder schlagen, und er agierte anfangs sehr souverän und sicher bei laufintensiven Ballwechseln, der Lohn war ein 21:17 Satzerfolg. Im zweiten Satz musste er der hohen Belastung Tribut zollen, es schlichen sich Fehler ein, die der Dotzheimer zum 21:14 nutzen konnte. Dem Team war noch nicht bange, denn Claus nimmt häufiger eine Auszeit im zweiten Satz und spielt dadurch sehr häufig dritte Sätze, wo er nochmal Gas geben kann. Diesmal gelang das leider nicht, die Luft war etwas raus, die Puste weg und er musste mit deutlichen 10:21 Punkten dem Gegner das Spiel lassen.

Im 2. Herreneinzel bekam es Alex Mehr mit den anderen Pakistani zu tun, und auch hier gab es sehr langanhaltende laufintensive Ballwechsel. Dies kam Alex allerdings sehr zugute, sein Spiel lebt von Schnelligkeit und läuferischem Einsatz, und so konnte er den Dotzheimer in langen Ballwechseln immer öfter zu Fehlern zwingen, das Ergebnis mit 21:13 und 21:17 war deutlich.

Das Mixed Evelyn Rattenhuber mit Dieter Schad traf auf die erfahrene Dotzheimer Kombination Elke Binnefeld und Ralf Klitsch, da waren insgesamt deutlich mehr als 100 Jahre Badminton-Erfahrung auf dem Platz. Während die Papierform die Dotzheimer leicht vorne sah gestalteten die Hochheimer die Realität zu ihren Gunsten. Mit druckvollem, aber variablem Spiel, präzise in die Ecken verteilten Bällen und vollem körperlichen Einsatz gewannen die Weinstädter langsam die Überhand und erspielten einen kleinen Vorsprung, den sie bis zum 21:18 Satzende verteidigten. Die Dotzheimer wollten natürlich im zweiten Satz kontern, aber Evelyn und Dieter waren nun in der Erfolgsspur und durch den Satzgewinn sowohl motiviert als auch noch sicherer geworden und liessen sich beim 21:15 nicht mehr die Butter vom Brot nehmen.

Damit war vor dem abschliessenden ersten Einzel der Punkt für das Unentschieden gesichert, Florian musste gegen „Tilly“ um den Sieg spielen. Markus Tillinger war auch hier etwas stärker eingeschätzt als der Hochheimer Florian Mikulasch, aber Florian erwischte einen sehr guten Tag und konnte permanent mithalten. Es gab meist lange Ballwechsel mit präzisen Schlägen, aber auch wenn Florian hohes Risiko ging und damit zu einigen Fehlern kam ging es auf diesem Niveau dem Dotzheimer nicht anders, auch er fabrizierte etliche erzwungene Fehler. Florian verstand es zudem meisterlich die Ballwechsel variablen zu gestalten, mit überraschenden Smashs kam er zu etlichen Erfolgen, aber auch seine Stopp-Bälle am Netz waren meist von Erfolg gekrönt. Mit stählernen Nerven kam er am Ende zu einem 23:21 Satzerfolg. Der zweite Satz lief dann ähnlich wie bei Claus, Florian gönnte sich bewusst eine kleine Pause während Markus weiter Vollgas gab und mit 21:14 den Entscheidungssatz erzwang. Die kleine Pause tat Florian sichtlich gut, im dritten Satz war er von Anfang an wieder voll da und bestimmte meist die Ballwechsel und führte sie auch häufig zum Erfolg. Beim Seitenwechsel war es noch extrem ausgeglichen (11:10 für Florian), aber je länger das Match nun ging umso stärker machten sich körperliche Ausfallerscheinungen auf beiden Seiten bemerkbar, die Pausen wurden länger. Florian schien die extreme Belastung besser verdauen zu können, er konnte sich einen kleinen Vorsprung erspielen und halten und bei 20:17 gleich den ersten Matchball verwerten und somit den Gesamtsieg mit 5:3 klar machen.

Damit verbessern sich die Hochheimer in der Tabelle auf den 6. Platz, während Dotzheim 3. bleibt. Nach dem Spiel sass man noch bei Bier und Kuchen einträchtig zusammen und hat gefachsimpelt, ein netter Zug der Gäste und zur Nachahmung empfohlen.

Das kommende Faschingswochenende ist natürlich spielfrei, danach steht ein Doppelspieltag an; samstags müssen Die Hochheimer zum Tabellennachbarn Flörsheim, am Sonntag zum Tabellenzweiten Raunheim.

Spielbericht 10. und 11. Spieltag

Misslungener Rückrundenstart für Federballer

Am vergangenen Wochenende kam es beim Doppelspieltag zum Aufeinandertreffen mit dem Tabellenletzen und –ersten.

Am Samstag war die SpVgg zu Gast in Biebrich, dem Schlusslicht der Vorrunde. Trotz Ersatz rechnete man sich einen Sieg aus, aber es kam anders. Allerdings muss man auch zugstehen dass sich die Hauptstädter zur Rückrunde verstärkt haben und die meisten Spiele sehr eng waren.

Dabei hatte das 1. Herrendoppel Florian Mikulasch/Dieter Schad einen guten Start. In einem jederzeit kämpferischen und hochklassigen Match war die Begegnung bis zur Verlängerung völlig offen und ausgeglichen, die Hochheimer hatten am Ende aber die besseren Nerven und sichereren Schläge um mit 22:20 und 24:22 den ersten Punkt zu holen.

Das 2. Doppel mit Alex Mehr und Michael Lange kam im 1. Satz ebenfalls in die Verlängerung, obwohl die beiden nicht optimal zusammen eingespielt sind, hier aber war das Glück den beiden nicht mehr hold (20:22). Danach war die Luft etwas raus, den 2. Satz mussten die Weinstädter mit 15:21 klar abgeben.

Auch beim Damendoppel mit Evelyn Rattenhuber und Judith Völlger ging es sehr ausgewogen und eng zu, und auch hier endete der 1. Satz unglücklich mit dem knappest möglichen regulären Ergebnis 19:21 gegen die Gäste. Wie bei den Herren war auch hier im 2. Satz trotz aller Versuche nichts mehr zu machen, ein 21:16 beendete die Doppel mit dem 2:1 Zwischenstand für Biebrich.

In den Einzeldisziplinen fühlten sich die Hochheimer allerdings recht gut aufgestellt um noch etwas zu reissen. Florian Mikulasch bekam es im 1. Einzel mit einem starken Gegner zu tun, der ihm nichts schenkte. In der auf sehr hohem Niveau geführten Partie ging es nach 18:21 und 21:18 völlig offen in den Entscheidungssatz, wo aber Florian leider einer noch nicht völlig ausgeheilten Verletzung Tribut zollen musste und etwas zurückschalten, das 12:21 war die logische Folge.

Bei Dieter Schad im 2. Einzel gab es fast eine Parallelität der Ereignisse. Fand der Weinstädter im ersten Satz noch nicht ganz zu seinem gewohnt sicheren Spiel (18:21), hatte er im 2. den Gegner fest im Griff (21:15). Und auch hier war der Entscheidungssatz – äusserst knapp – nicht erfolgreich für Dieter, mit 19:21 musste er den Satz abgeben.

Alexander Mehr liess im 3. Herreneinzel von Anfang an keine Zweifel aufkommen dass er den Platz als Sieger verlassen wollte. Mit vollem körperlichen, läuferischen Einsatz und plazierten Bällen liess er dem Gegner beim 21:16 und 21:14 keine Chance. So wurde aus dem 2:1 ein 4:2 Zwischenstand, aber noch war zumindest ein Unentschieden möglich.

Die Hoffnung hielten Evelyn Rattenhuber und Michael Lange weiterhin hoch, ist doch Michael obwohl Ersatzspieler ein ausgewiesener Mixed-Experte, und zusammen mit Evelyn waren sie den Gegnern immer einen kleinen Schritt voraus und einen Schlag besser, der gerechte Lohn war der 3. Punkt mit 21:17 und 21:15.

Nun lag an Judith Völlger im Dameneinzel den letzten Punkt zu holen, aber die Voraussetzungen waren denkbar schwer, hatte Judith doch auch verletzungsbedingt die letzten Wochen wenig bis gar nicht trainieren können und die Gegnerin aus Biebrich war noch dazu sehr stark und ballsicher. So hatte die Hochheimer letztlich keine Chance und musste deutlich mit zweimal sechs Punkten die Niederlage akzeptieren, so dass das Gesamtergebnis nun 3:5 aus Sicht der Hochheimer Gäste lautete. Dass der vermeintlich leichte Gegner aus Biebrich als Letzter sich deutlich verstärkt hat zeigt der Sonntag, wo im Hauptstadtduell die Biebricher Dotzheim als bisherigen Zweiten auch 5:3 besiegten.

 

Der Sonntag zeigte sich mit Regen und Schnee von der düsteren Seite, ähnlich düster waren die Vorahnungen der Hochheimer zum Ausgang des Spiels beim Tabellenführer Grün-Weiss Wiesbaden in deren eigener Halle.

In fast komplett anderer Besetzung traten die Hochheimer die Reise in die Landeshauptstadt an. Claus Schroeder und Matthias Schiller mussten diesmal im ersten Herrendoppel antreten und hatten gegen ein starkes Wiesbadener Team keine echte Chance, es gab ein deutliches 11:21 und 12:21.

Nicht viel besser erging es Alex Mehr, der diesmal mit Philipp Steigerwald im 2. Herrendoppel antrat. Die beiden hatten ebenso sehr starke Gegner, man merkte aber auch dass das Zusammenspiel mangels Praxis noch verbesserungswürdig ist. Ein 11:21 und 13:21 spricht dennoch eine klare Sprache.

Das Damendoppel stellten diesmal Uli Reimann und Evelyn Rattenhuber. Die beiden trafen auf ebenbürtige Gegnerinnen, so dass sich ein spannendes und hochklassiges Match entwickelte. War Fortuna anfangs noch den Hocheimerinnen zugeneigt (21:16), bekamen die Gastgeberinnen im Laufe der Partie immer mehr die Überhand, auch taktische Umstellungen konnten das 14:21 und 15:21 nicht mehr verhindern.

Im dritten Herreneinzel hatte Matthias Schiller diesmal einen rabenschwarzen Tag erwischt, seine Fehlerquote war extrem hoch, fast alle Bälle landeten (knapp) im Aus oder Netz, ein deutliches 11:21 und 13:21 war das Resultat.

Wesentliche ausgeglichener konnte Claus Schroeder sein 2. Einzel gestalten, er führte im 1. Satz sogar 20:18 um dann noch unglücklich 20:22 zu verlieren. Auch der 2. Satz war hart umkämpft, kein Ballwechsel wurde geschenkt, Claus setzte seine berühmte Hechtrolle mehrfach auch mit Erfolg ein, kam aber am Ende nur zu 17 guten Punkten.

Durch das Fehlen von Florian und Dieter bedingt musste Alex Mehr diesmal im ersten Herreneinzel antreten, und er machte seine Sache sehr gut gegen einen sehr erfahrenen und ballsicheren Wiesbadener alten Hasen. Mit Schnelligkeit und Kondition, aber auch durchaus sehr schön plazierten Bällen und überlegter Taktik konnte Alex mehr als einige Punkte erringen, den ersten Satz machte er quasi im Handstreich klar mit 21:19. Dann war der Wiesbadener Gegner allerdings gewarnt und stellte seine eigene Taktik um, so dass es für Alex trotz grossem Kampf und Willensstärke immer schwerer wurde. Am Ende musste er mit 21:15 und 21:14 dem Gegner den Vortritt lassen.

Das Mixed Evelyn Rattenhuber und Philipp Steigerwald fand dieses Mal nicht zu seinem Rhythmus, zudem war der Gegner läuferisch extrem stark und ballsicher, so dass es an diesem Sonntag nichts zu bestellen gab für die Gäste beim klaren 10:21 und 11:21.

Natürlich war die Partie längst entschieden zugunsten der Grün-Weissen, aber neben dem Teamerfolg spielt auch der persönliche Einsatz und die eigene Bilanz bei jedem Match eine gewisse Rolle. Insofern wollte Uli Reimann nicht nur das Dameneinzel gewinnen um ein 0:8 zu verhindern sondern auch für ihre persönliche Statistik und den eigenen Erfolg. Die Gegnerin aus Wiesbaden machte es der Hochheimerin nicht leicht, sie hatte lediglich eine gewisse Rückhandschwäche, die Uli auch geschickt auszunutzen wusste. Mit guten Smashs, klug gesetzten Bällen und Schlagsicherheit konnte sie den Ehrenpunkt der Gäste mit einem 21:17 und 21:16 herstellen.

Es bleibt zu hoffen, dass diese Auftaktschwäche nicht lange anhält, in zwei Wochen ist mit-Titelaspirant Dotzheim zu Gast in Hochheim.

Spielbericht 8. und 9. Spieltag

Kein glückliches Wochenende für die Badminton-Spieler.

Am Doppelspieltag des vergangenen Wochenendes gab es in beiden Spielen für die Cracks der SV07 nichts zu gewinnen.

Am Samstag war die TG Camberg zu Gast, die direkt auf dem Tabellenplatz vor den Hochheimern stand, so dass man hier die Hoffnung hatte, vielleicht durch einen Sieg im Tabellenplatz vorrücken zu können, auch wenn der 1. Herr Florian Mikulasch wegen einer Trainerfortbildung leider verhindert war.

Dieter Schad und Alex Mehr spielten das 1. Herrendoppel und fanden nach anfänglichen Abstimmungsproblemen recht gut ins Spiel. Zwar mussten sie den 1. Satz noch 16:21 abgeben, aber der 2. Satz war völlig ausgeglichen, lediglich bei 20 beide mussten die Hochheimer die Gäste mit 2 Punkten zum entscheidenden 20:22 vorlassen.

Die Damen mit Uli Reimann und Judith Völlger hatten dagegen relativ leichtes Spiel mit ihren Gegnerinnen, mit präzisem und druckvollem Spiel erzwangen sie Fehler zu einem klaren 21:12 und 21:10.

Spannend machte es das 2. Herrendoppel Claus Schroeder und Matthias Schiller, wobei insbesondere letzterer im ersten Satz mit vielen unnötigen Aufschlagfehlern und leichten Fehlern aus dem Spiel heraus dem Gegner ein klares 21:14 ermöglichte. Im zweiten Satz wurde es besser, die Fehlerquote insbesondere bei leichten und unnötigen Fehlern konnte merklich gesenkt werden, so dass es zu längeren Ballwechseln kam, die zu mehr als zur Hälfte für die Weinstädter endeten und zum verdienten Ausgleich (21:18) führten. Im Entscheidungssatz waren die Routiniers wieder voll in der Spur und liessen beim deutlichen 21:10 nicht mehr viele gute Aktionen der Gegner zu.

Im Dameneinzel liess Uli Reimann ebenso wie schon zuvor im Doppel gar nichts anbrennen, spielte konzentriert und konsequent von Anfang bis Ende und belohnte sich und das Team mit einem grandiosen 21:12 und 21:5.

Damit war mit dem Zwischenergebnis 3:1 für Hochheim die Tür zum Sieg weit offen, die SVler schafften aber den Schritt hindurch nicht.

Dieter Schad hatte sich schon im Doppel an der Wade gezerrt und das Doppel unter Schmerzen beendet, während der Pause zum Einzel wurde es ständig schlechter so dass er schliesslich einsehen musste dass es keinen Sinn macht und er das Spiel schenken muss.

Das Mixed Judith Völlger und Matthias Schiller fand an diesem Tag auch nicht zur Bestform, das Stellungsspiel war sub-optimal und es gab zu viele leichte Fehler und leicht verwertbare Bälle für den Gegner, der das gnadenlos mit 14:21 und 18:21 bestrafte, womit es plötzlich 3:3 stand.

Claus Schroeder kämpfte im 3. Einzel gegen einen erfahrenen Camberger, der die Bälle platziert zu setzen wusste und ein gutes Auge für die Lücke oder gegen den Laufweg hatte. Claus war nicht chancenlos und versuchte alles, er erntete sogar vom Gegner standing ovations für einige seiner Hechtrollen, die er gerne mal einsetzt wenn ihn die Füsse nicht mehr schnell genug zum Ball tragen, am Ende musste er sich allerdings knapp mit 19:21 und 17:21 geschlagen geben.

Ebenso kämpferisch und hochklassig ging es bei Alex Mehr im 2. Einzel zur Sache, nur noch länger und noch spannender. Nachdem Alex im ersten Satz noch kein richtiges Mittel fand seinen Gegner auszuspielen oder zu Fehlern zu zwingen konnte er im zweiten Satz auch durch läuferischen Einsatz viel punkten, so dass nach 14:21 und 21:16 ein Entscheidungssatz nötig war. Auch hier ging es weiter voll zur Sache, keiner hatte Punkte zu verschenken, ein Duell auf hohem Niveau und Augenhöhe. Aber wieder wie so oft klebte in der Verlängerung das Pech am Hochheimer Schläger, mit 21:23 musste Alexander sich geschlagen geben nach ehrenhaftem Fight.

Am Sonntag ging es dann für die Hochheimer zur BG Ginsheim/Mainspitze und sie brachten auch noch Gastgeschenke mit, war es doch nicht gelungen für den Tag einen kompletten Satz an Herren zusammenzustellen. Zwar trat man mit 4 Herren an, aber Günther Steinke war noch nicht spielberechtigt so dass seine Spiele ausser Konkurrent liefen und dazu dienten, dass Günther etwas Spielpraxis für mögliche Einsätze in der Rückrunde bekam. Dies gelang ihm auch gar nicht schlecht, er konnte zumindest erkennen dass er schon recht gut mitspielen kann, aber immer noch genug Luft zur Weltspitze besteht. Damit ging das 2. Herrendoppel und das 3. Herreneinzel zugunsten der BG.

Dieter Schad spielte diesmal mit Matthias Schiller das Herrendoppel, und ähnlich wie am Vortag fehlte bei Matthias etwas die Konzentration, was wieder zu vielen leichten Fehlern führte. Auch die Smashabwehr, sonst eine Stärke, wollte nicht gut gelingen. Die Wade von Dieter hatte sich wieder soweit erholt dass er keine direkten Beschwerden hatte, aber er allein konnte die knappe Niederlage mit 18:21 und 20:22 nicht verhindern, wobei ein dritter Satz durchaus verdient gewesen wäre.

So lag es an den Damen, den ersten Punkt zu setzen. Uli Reimann hatte dieses Mal Evelyn Rattenhuber an ihrer Seite, und ähnlich klar wie am Vortag beherrschten die Hochheimerinnen auch diese Gegner beim deutlichen 21:13 und 21:13.

Dieter Schad im ersten Herreneinzel hatte einen sehr starken Gegner, der insbesondere mit Smashs aus allen Lagen dem Hochheimer das Leben schwer zu machen versuchte, insbesondere nach dem oft zu kurz geratenen Aufschlag von Dieter. Es war ein ausgeglichenes Spiel auf hohem Niveau, und wieder am Ende gab es kein Glück für die Weinstädter, in der Verlängerung verlor Dieter 20:22. Damit war etwas die Luft raus, der Mainspitzler gewann die Oberhand um den zweiten Satz klar mit 21:12 zu dominieren.

Da Philipp Steigerwald heute das Mixed spielen sollte ging Matthias Schiller ins ungeliebte Einzel und bot anfangs eine entsprechend schlechte Vorstellung mit leichten Fehlern und falschem Stellungsspiel. Das 8:21 war das deutliche Ergebnis. Dann allerdings fand der Hochheimer besser ins Spiel, konnte die Fehler abstellen und dem Gegner mit platzierten Bällen zusetzen. Aber auch hier war am Ende ein ganz knappes 21:19 zuungunsten der Weinstädter zu verzeichnen.

Damit war die Partie mit den beiden geschenkten Punkten schon verloren, aber Ulrike Reimann wollte natürlich auch für ihre persönliche Bilanz spielen. Dies gelang wie schon das ganze Wochenende auch im Dameneinzel hervorragend, nach einem klaren 21:8 gegen eine gar nicht so schwache Gegnerin fuhr sie zwar im zweiten Satz etwas die Leistung zurück und die Ginsheimerin ihrerseits legte noch etwas zu, am Ende reichte es allerdings für Uli zu einem 21:17, womit sie mit 4 Siegen aus 4 Spielen zum Spieler des Wochenendes wurde.

Auch im abschliessenden Mixed wollten Evelyn Rattenhuber und Philipp Steigerwald an der persönlichen Bilanz arbeiten, aber die Gegner waren sehr stark in der Einzelleistung und trotzdem harmonisch im Zusammenspiel, so dass die Weinstädter über ein 11:21 11:21 nicht hinauskamen.

Damit endete auch dieses Spiel mit einer Niederlage (2:6), das Wochenende war verkorkst, aber der 6. Tabellenplatz (von 10 Teams) konnte durch gleichzeitige Niederlagen der Verfolger zum Abschluss der Vorrunde gehalten werden, allerdings ist der Abstand nach oben jetzt deutlich grösser. Aber vielleicht schaffen es die Hochheimer in der Rückrunde mal komplett vollständig besetzt anzutreten und es klappt vielleicht auch mal mit dem Quentchen Glück wenn es in die Verlängerung geht.

In der Statistik ist die Bilanz der Einzel ausgeglichen, 15 gewonnen stehen 15 verlorene gegenüber. Bei den Doppeln sieht es mit 9:12 ebenso negativ wie im Mixed mit 2:7 aus. Die beste Hochheimer Disziplin war das 1. Herreneinzel mit 6:3 Siegen. Die meisten Spiele hat Matthias Schiller absolviert, er war an jedem Spieltag dabei und hat noch eine leicht positive Bilanz (9 Siege bei 17 Spielen). Die beste Bilanz hat Uli Reimann mit 7 Siegen aus 8 Spielen, gefolgt von Florian Mikulasch mit 5 Siegen aus ebenfalls 8.

Die Rückrunde startet erst im neuen Jahr, somit können sich die Badmintonspieler jetzt voll auf Weihnachten konzentrieren.

Spielbericht 7. Spieltag

Klarer Sieg gegen Rüsselsheim

Am vergangenen Sonntag hatten die Badmintonspieler der SpVgg 07 ihr siebtes Rundenspiel gegen den Tabellennachbarn DisBu Rüsselsheim in eigener Halle. Glücklicherweise gab es diesmal keine Besetzungsprobleme, man konnte vollständig und in annährend planmässiger Besetzung antreten, lediglich Matthias Schiller musste für den noch im Herbsturlaub befindlichen Dieter Schad einspringen.

Das erste Herrendoppel bildeten Florian Mikulasch und Alexander Mehr, die es mit einer erfahrenen Kombi des Gegners zu tun bekamen. Am Anfang kamen die beiden Hochheimer nicht richtig ins Spiel, gerade das im Doppel extrem wichtige Zusammenspiel klappte nicht besonders, ein 13:21 war das Resultat. Im zweiten Satz wurde es besser, sie konnten mithalten und selbst Akzente setzen, am Ende kamen sie dann nervenstark zu einem 22:20. Der Entscheidungssatz war extrem ausgeglichen, keine Partei konnte einen Vorsprung erkämpfen, nur zum Ende konnten die Gäste den entscheidenden Vorsprung zum Sieg mit  22:20 erkämpfen.

Ähnlich knapp war es bei den Damen, wo im Doppel Ulrike Reimann und Judith Völlger die Farben der SpVgg vertraten. Im ersten Satz lagen die Weinstädterinnen immer leicht vorne, auch gegen Ende hatten sie einen 4-Punkte-Vorsprung beim Satzball 20:16, konnten aber alle 4 Möglichkeiten nicht nutzen und verloren dann 20:22. Ebenso ging es im 2. Satz, trotz 12:18 gelang dann nur noch 1 Punkt zum 19:21. Dieses Spiel lief unter der Rubrik: Darf man eigentlich nicht verlieren. Vieleicht gibt es ja im Rückspiel eine Revanche.

Das zweite Herrendoppel Claus Schroeder / Matthias Schiller kann von jahrzehntelangem Zusammenspiel profitieren und hatte gegen die Opelaner beim klaren 21:14 und 21:9 keinerlei Probleme.

Trotz dieses nicht gerade berauschenden Zwischenergebnisses ging mal recht zuversichtlich in die Einzel.

Florian Mikulasch traf mit Heinz Knebel auf einen Veteranen des Badmintonsports, der trotz fortgeschrittenen Alters neben der natürlich vorhandenen Routine, Übersicht und Abgeklärtheit auch immer noch eine starke Physis einsetzen kann. Da aber auch Florian kein Neuling mehr ist fuhr er den Sieg mit 21:17 und 21:15 in aller Souveränität nach Hause.

Ein wenig leichter hatte es Alex Mehr im 2. Einzel, das klare Ergebnis von 21:10 und 21:6 spricht Bände, allerdings spielte Alex auch sehr sicher und konzentriert und liess keine Schwächen zu die ein Gegner eventuell ausnutzen könnte.

Claus Schroeder ist ja für seine extrem häufigen 3-Satz-Spiele berühmt, und auch diesmal gab es kein Entkommen. Nach sehr guter taktischer und kämpferischer Leistung kam es zum verdienten 21:15, dann allerdings musste Claus dem hohen Tempo des ersten Satzes Tribut zollen und einen Gang runterschalten, sprich einige Bälle verloren geben die er vorher noch erlaufen hätte, und so erreichte der Rüsselsheimer ein 21:14 zum satzausgleich. Nach kurzer Pause war der Hochheimer aber wieder wie neu, der Motor schnurrte wieder und eine klares 21:11 war der Lohn der Anstrengung. Höhepunkt der Begegnung war eine Hechtrolle von Claus zum Netz wie einst Boris Becker am Netz. Er erreicht den Ball kurz vor dem Boden und spielt ihn unerreichbar für den Gegner über diesen hinweg genau auf die Grundlinie. So etwas klappt höchstens ein von zehntausend Mal, aber hier konnte man es mit eigenen Augen sehen. Nur die Fernsehcameras  haben es leider nicht mitbekommen.

Ulrike Reimann hatte in ihrem Einzel keine leichte Beute sondern eine ähnlich starke Rüsselsheimerin als Gegnerin. Umso bemerkenswerter das 21:8 im ersten Satz, wo wirklich jeder Schlag sass und alles passte. Auch im zweiten Satz ging sie anfangs in Führung, aber irgendwann hatte die Gegnerin sich gefangen, fand zur Normalleistung und setzte Uli unter Druck, womit sie zuerst nicht zurechtkam weil es doch bisher so locker lief. Sie machte nun selbst leichtere Fehler, ein 17:21 war die Konsequenz. Nun ging es im dritten Satz andersherum, die Gegnerin legte vor, Uli musste um den Anschluss kämpfen. Mit der Zeit fand sie aber zur alten Sicherheit zurück, der Siegeswille war ihr deutlich anzumerken, das Duell wurde zum Prestigekampf. Und mit grosser Nervenstärke und Einsatzwillen erzwang Uli das 21:17 und damit auch den Siegpunkt für die Hochheimer Cracks.

Das Mixed mit Judith Völlger und Matthias Schiller war damit zwar faktisch bedeutungslos, aber da jeder Punkt zählt und niemand gerne verliert ging es natürlich auch hier voll zur Sache. Auch hier ging der erste Satz mit taktisch hervorragendem Spiel und gut platzierten Bällen an die Weinstädter (21:13). Im zweiten Satz und hoher Führung gab es dann unerklärlicherweise nochmal leichtes Nervenflattern, der Gegner kam Punkt für Punkt näher, der hohe Vorsprung schmolz dahin, aber mit 21:18 konnten sich die Gastgeber noch knapp über die Ziellinie retten bevor der Sprit zu Ende war.

Somit kam es nach verkorksten Auftakt doch noch zum Happy End, mit 6:2  konnten die Opel-Städter abgewehrt werden. Nun ist gottseidank zum Hochheimer Markt Pause, die beiden letzten Vorrundenspiele finden in drei Wochen am 22. Und 23. November statt, wo zuerst Camberg in Hochheim zu Gast ist und die Weinstädter dann Sonntags nach Ginsheim müssen.

Spielbericht 5. und 6. Spieltag

Magere Ausbeute am Doppelspieltag

Am 11. Und 12. Oktober hatte der badmintonverband ein Doppelspiel-Wochenende angesetzt und die Hochheimer Cracks hatten am Samstag den bis dahin ungeschlagenen Tabellendritten TSV Raunheim zu Gast.

Und wieder einmal mussten sich die Weinstädter als gute Gastgeber erweisen und zwei Punkte kampflos abgeben, da man einmal mehr nur mit einer Dame antreten konnte. Darüber hinaus machten Verletzungsprobleme und Familienfeiern den Einsatz einiger Ersatzherren notwendig, so dass man mit wenig Hoffnung in die Partie ging.

Aber auch die Raunheimer traten mit 2 Ersatzherren an, so dass sich durchaus Spiele auf ausgeglichenem Niveau entwickeln sollten.

Die Premieren-Partie im ersten Herrendoppel mit Oliver Klatt und Matthias Schiller  erwies sich als gute Kombination die schnell ins Spiel fand und den Gegner unter Druck zu setzen verstand. Die Gäste machten einige Fehler und kamen nicht so recht ins Spiel, schnell war mit 21:13 und 21:17 der erste Aufholpunkt nach dem kampflosen 0:2 Rückstand erreicht.

Dem wollte es die auch zum ersten Mal in der Runde startende Kombi Philipp Steigerwald und Michael Lange gerne gleichtun. Sie starten ebenfalls furios und liessen den Raunheimern mit klug gesetzten Bällen und harten Smashs wenig Chancen. Nach gewonnenem ersten Satz (21:15) bauten sie dann aber unerklärlicherweise völlig ab und waren beim 12:21 Satzausgleich weit von Normalform entfernt. Gottseidank konnten sie sich im dritten Satz wieder auf alte Tugenden besinnen und an den ersten Satz anknüpfen, nur zum Schluss kam ausgerechnet der Fehlerteufel zurück und sie mussten denkbar knapp den Gästen das Spiel überlassen (19:21).

Matthias Schiller musste aufgrund der vielen fehlenden Herren ins 1. Herreneinzel aufrücken, und da dies sowieso nicht seine beste Disziplin ist machte man sich wenig Hoffnung. Sein etwas halb so alter Gegner startete auch extrem stark, aber gegen Mitte des ersten Satzes – auch bedingt durch gut platzierte Bälle des alten Hochheimer Routiniers – stellten sich Fehler ein, es wurde noch knapp (18:21). Unerklärlicherweise gab der gewonnene Satz dem Raunheimer keine grössere Sicherheit sondern im Gegenteil, er machte im zweiten Satz reihenweise leichte Fehler; matthias musste nur den Ball im Spiel halten zum 21:6. Der dritte Satz begann wie der Erste, der Raunheimer führte schnell 8:1 und 11:4 zum Seitenwechsel, dann aber war sein Erfolgsspiel wie abgeschnitten, es kamen wieder die fehler des zweiten satzes und der Weinstädter konnte Punkt um Punkt aufholen bis zum 20:20. Und auch hier setzte der Raunheimer seine Fehlerserie fort, zwei Smashs knapp ins aus kosteten ihn das Spiel.

Das Mixed Evelyn Rattenhuber und Philipp Steigerwald traf auf ebenso routinierte Gäste und es entwickelte sich eine spannende und hochklassige Partie. In den ersten beiden knappen Sätzen gab es jeweils 17 Punkte für die Verlierer, nur waren das im ersten Satz die Hochheimer, aber im Zweiten die Raunheimer, so dass diese Partie ebenfalls einen dritten Satz bekam. Hier war es noch ausgeglichener, bis zum 20:20 konnte sich keine Seite absetzen, die Verlängerung musste die Entscheidung bringen. Und hier hatten Evelyn und Philipp mit etwas Glück und viel Mut durch zwei schön herausgespielte Punkte sofort die Entscheidung für sich zum 22:20.

Nasch diesem 3:3 Zwischenstand mussten die beiden folgenden Herreneinzel über Sieg oder Niederlage entscheiden. Oliver Klatt in seinem ersten Einsatz in dieser Saison traf auf einen gleichwertigen Gegner, der ihm in Bezug auf Technik und Taktik, aber auch Einsatzwille und Laufbereitschaft in nichts nachstand. Konnte der Hochheimer im ersten Satz noch einige Schwächen seines Gegners zum 21:14 gezielt nutzen, so schwächelte er selbst im zweiten Satz nach ausgeglichenem Verlauf gegen Ende leider selbst um mit 18:21 die Entscheidung zu vertagen. Und auch hier ging es spannend und auf hohem Niveau sehr ausgeglichen weiter, und auch hier machte Oliver leider zum Ende hin mehr (meist erzwungene) Fehler als sein Gegner und musste wiederum zu 18 das Spiel angeben.

Nun lag es an dem ebenfalls zum ersten Mal eingesetzten Michael Lange ob die Niederlage noch zu verhindern ist. Er traf auf einen alten Recken, er auch ersatzweise bei den Gästen auflief. Die beiden schenkten sich nichts, es ging verbissen zur Sache, und auch wenn aus taktischen und konditionellen Gründen nicht immer um jeden Ball gefightet wurde gab doch keiner der Beiden jemals auf. Michael konnte den ersten Satz relativ knapp mit 21:16 für sich entscheiden, musste allerdings dem Gegner knapp mit 19:21 den Zweiten überlassen um dann aber mit einer sensationellen Energieleistung  und grossem Willen im dritten Satz nochmal alles abzurufen und sich mit 21:19 zu belohnen. Anschließend durfte er ins Sauerstoffzelt, hatte er doch den Hochheimern einen Punkt gerettet, der gegen die in der Tabelle höher platzierten  Raunheimer und nach zwei kampflos abgegebenen Spielen wie ein Sieg zu werten ist.

Am Sonntag ging es in den Taunus nach Waldems-Bermbach, wo die Spielgemeinschaft Niedernhausen-Bermbach bei strahlendem Sonnenschein zum Rundenspiel gerufen hatte. Gestartet im trüben Hochheim haben die Badmintonspieler noch geunkt dass man die Sonne im Taunus doch besser zu einem Spaziergang in der frischen Luft nutzen sollte statt sich in der Halle zu duellieren, und das hätten sie besser auch getan.

Diesmal mit zwei Damen angetreten und auch bei den Herren wieder verstärkt sprach nominell alles für einen Sieg der Weinstädter, zumal die Gastgeber diesmal nur eine Dame hatten und somit zwei Punkte kampflos verschenkten.

Allerdings hatten die Gastgeber einen Trumpf in der Hinterhand, der in allen Partien stach und die Entscheidung massiv beeinflusste, das war die Halle in Bermbach. Nach Hochheimer Verhältnissen ungemein flach und mit extrem schlechten Lichtverhältnissen durch Fenster am hinteren Spielfeldrand sorgte dies dafür, dass die Gäste sich nicht trauten, hohe Bälle zu spielen aus Angst, die Decke zu treffen und damit einen Fehler zu machen. Flacheres Spiel führte dazu dass die Bälle meist zu kurz waren, ein leichtes Spiel für den Gegner. Hier waren die Gastgeber natürlich klar im Vorteil denn sie wussten ihre Bälle genau zu setzen.

Das erste Herrendoppel Dieter Schad und Claus Schroeder traf auf eingespielte Bernbacher, die die Hallengegebenheiten gut für sich zu nutzen wussten und mit 21:15 Fakten schafften. Im zweiten Satz kamen die Hochheimer etwas besser zurecht, es war sehr ausgeglichen mit dem besseren Ende für die Gäste zum 22:20 Ausgleich. Auch der dritte Satz wogte unentschieden hin und her, nur ganz Ende machten die Gäste leider die entscheidenden Fehler zum 19:21.

Die in der Vorwoche noch siegreiche Paarung Philipp Steigerwald und Matthias Schiller traf auf eine ganz starke und extrem gut eingespielte Paarung aus Bermbach, die durch den Heimvorteil ihre Möglichkeiten nutzten und zu einem knappen 21:17 und 21:16 kamen.

Auch und sogar noch stärker kamen die Hallengegebenheiten bei den Einzeln zum Tragen, keiner der Hochheimer hatte eine wirkliche Chance, lediglich Claus Schroeder kam bei seinem 15:21 und 19:21 einem Satzgewinn relativ nahe. Dieter Schad im ersten Einzel ging mit 14:21 und 10:21 ebenso unter wie Matthias Schiller im Dritten mit 13:21 und 15:21.

Das Mixed Evelyn Rattenhuber / Philipp Steigerwald traf auf das Ehepaar Willems, eine auch schon seit Jahrzehnten eingespielte Kombination. Hier hatten die Weinstädter in der extremen Bermbacher Halle keine wirkliche Chance, der erste Satz war ganz deutlich zu 11 für die Gastgeber, im Zweiten konnten sich die Hochheimer etwas steigern, hatten aber mit 15:21 ebenfalls das Nachsehen.

Damit bleib die Ausbeute des Wochenendes mit 1 von 4 möglichen Punkten recht mager, aber der Sport zeigt wieder einmal deutlich dass es doch oft Überraschungen gibt. Der Punkt gegen Raunheim war aufgrund der Ausgangslage mit fehlender Dame und Tabellenplatzierung völlig unerwartet während gegen die schlechter platzierte Spielgemeinschaft Niedernhausen-Bermbach eigentlich ein Sieg erwartet wurde aber alles schief lief. Somit sind die Hochheimer wieder in die zweite Tabellenhälfte auf Platz 6 (von 10) abgerutscht.

Jetzt sind erst einmal Herbstferien, im November laufen dann die letzten 3 Spiele der Hinrunde, diesmal sind die Hochheimer auch von Spielen am Markt verschont geblieben, das Wochenende ist spielfrei.

Spielbericht 4. Spieltag

Glücklicher Sieg gegen Flörsheim

Am vergangenen Samstag hatten die Badmintonspieler der SpVgg 07 ihr viertes Rundenspiel gegen den Tabellennachbarn BSC Flörsheim in eigener Halle.

Die Gäste konnten nur mit einer Dame antreten, wodurch zwei Punkte aus dem Damendoppel und dem Dameneinzel kampflos an die Gastgeber gingen, die gerade aus dem Urlaub zurückgekehrte Uli Reimann musste gar nicht zum Schläger greifen.

Das erste Herrendoppel mit Florian Mikulasch und Alexander Mehr traf auf sehr starke und gut eingespielte Gegner, die den ersten Satz deutlich dominierten. Im zweiten Satz fanden die Gastgeber zu besseren Lösungen und harmonierten auch mehr im Zusammenspiel, zu mehr als einer knappen Niederlage (13:21 und 18:21) reichte es am Ende dann leider nicht.

Völlig ausgeglichen war die Partie der beiden „Oldies“ Philipp Steigerwald / Matthias Schiller gegen eine Flörsheimer Kombi aus Jugend und Erfahrung. Im ersten Satz konnte sich keine Seite mehr als 2 Punkte absetzen, folgerichtig ging es auch in die Verlängerung, die die beiden Hochheimer dann durch 2 unglückliche Punkte - einen verunglückten Rahmenball des Gegners, der dadurch eine ganz andere Richtung nahm, gefolgt von einem Netzroller – 21:23 verloren. Der zweite Satz war analog dem Ersten, nur gegen Ende setzte sich die grössere Routine und Sicherheit der Gastgeber durch und sie konnten mit 21:19 ausgleichen. Der Entscheidungssatz war von grossem Kampf und Dramatik geprägt, aber gegen Ende konnten die Gastgeber unter gezielter Ausnutzung der mangelnden Erfahrung und grösseren Unsicherheit des jungen Flörsheimer Gegners sich einen Vorsprung verschaffen und bis ins Ziel zum 21:17 halten.

Das Mixed Evelyn Rattenhuber und Philipp Steigerwald traf auf einen die Bälle extrem gut platzierenden Herren und eine netzsichere Dame, die kleinsten Fehler oder Ungenauigkeiten wurden gnadenlos bestraft. Die Hochheimer fanden anfangs gar nicht ins Spiel, zu druckvoll und genau waren die Flörsheimer. Nach dem 9:21 ging es dann etwas besser, sie konnten selbst Druck aufbauen und auch gezielt abschliessen, bei entscheidenden Big Points waren sie aber meist zweiter Sieger und konnten den Spielverlust beim 17:21 nicht verhindern.

Im ersten Einzel traf Florian Mikulasch auf einen chinesischen Landsmann, die ja traditionell extrem stark im Badminton sind. Florians Gegner war zwar kein Weltklasse, aber für die Bezirksliga sehr gut, und so entwickelte sich ein spannendes und hochklassiges Duell auf Augenhöhe, es gab wenige unforced errors, dafür viele schön herausgespielte Punkte, von denen der Hochheimer glücklicherweise einige mehr hatte als sein Gegner. Das 21:16 und 21:15 war der Lohn für physisch und psychisch extrem belastendes, aber in souveräner Manier bewältigtes Spiel auf höchstem Niveau in dieser Spielklasse.

Dem konnte es Alex Mehr im zweiten Einzel leider nicht nachtun, es gelang ihm zu selten, die Grössen- und damit Reichweitenunterschiede zu dem anderthalb Köpfe grösseren Flörsheimer auszugleichen. Zudem steckte ihm ein harter Arbeistatg im Wingert in den Knochen, worauf der Spielplan keine Rücksicht nimmt. Alex lief und kämpfte wie eh und je mit grossem Einsatz, am Ende wurde dies leider nicht belohnt (18:21 und 14:21).

Nun lag es an Matthias Schiller im dritten Einzel, aus dem schon erreichten Unentschieden möglichst einen Sieg zu machen. Er traf auf den jungen Mann aus dem Herrendoppel, der ihm natürlich läuferisch weit überlegen war, aber bei platziert gespielten oder getäuschten Bällen, besonders auf die Rückhand, keine gute Antwort fand und so dem Routinier meist nach drei vier Ballwechseln die Möglichkeit eröffnete, mit einem Smash den Punkt zu machen. Einher mit der Kraft und Schnelligkeit der Jugend ging naturgemäss eine Unerfahrenheit und Unsicherheit, die insbesondere zum Satzende den Ausschlag gab für den Hochheimer zum 22:20. In der darauffolgenden Pause wurde der Flörsheimer zwar von seinen Mannschaftskameraden beraten und taktisch neu ausgerichtet, konnte das aber nicht wirklich umsetzen. Je kontinuierlicher sich die Führung von Matthias vergrösserte, umso unsicherer wurde der Försheimer, bis der Hochheimer am Ende nur geduldig auf die Fehler des Gegners warten musste. Das 21:13 war der Lohn, und damit der 5:3 Sieg über den Nachbarn gesichert, wodurch die Hochheimer auch den Tabellenplatz mit den Flörsheimer dank des besseren Satzverhältnisses tauschen und sich auf Platz 5 in der oberen Tabellenhälfte einrichten.

Am kommenden Wochenende geht es vor den Herbstferien nochmal richtig zur Sache, am Samstag ist der ungeschlagenen Tabellendritte Raunheim Gast in Hochheim, und Sonntag müssen die Weinstädter nach Niedernhausen.

Spielbericht 3. Spieltag

Keine echte Chance am 3. Spieltag

Am vergangenen Dienstag hatten die Badmintonspieler der SpVgg 07 ihr verlegtes drittes Rundenspiel gegen den TuS Dotzheim und trafen dabei auf ein zur letzten Saison personell verstärktes Team und Titelanwärter.

Zudem kam es bei den Weinstädtern durch den Termin unter der Woche zur arbeitsbedingten Absage des ersten Herren, der Zweite fehlte verletzungsbedingt, so dass die Mannschaft stark ersatzgeschwächt war.

Damit mussten Claus Schroeder und Matthias Schiller im ersten Herrendoppel antreten. Insbesondere letzterer kam mit dem Abendspiel nach einem Arbeitstag und den ungewohnten Hallenbedingungen mit flacher Decke und blendenden Punktstrahlern ganz schlecht zu recht und lieferte eine ganz schwache Leistung. Das konnte auch sein Partner nicht mehr ausgleichen und sie verloren konsequent 13:21 und 11:21.

Ähnliche Schwierigkeiten hatten auch die Damen Evelyn Rattenhuber und Judith Völlger, die gegen ihre Gegnerinnen kein Mittel fanden um sie entscheidend unter Druck zu bringen und zu Fehlern zu zwingen. Ergebnis war ein deutliches 8:21 und 6:21.

Die zwangsweise neu zusammengestellte Paarung Alexander Mehr und Philipp Steigerwald hatte naturgemäss Probleme im Zusammenspiel und bei effektiven Laufwegen, es gab eben noch kein blindes Verständnis wie sonst bei einem eingespielten Doppel, so auch bei ihren Gegnern, einem pakistanischen Brüderpaar. Resultat war ein klares 12:21 und 9:21.

Nach diesem frustrierenden Beginn kam es allerdings nicht zur Verzweiflung und Köpfe hängen lassen, eine jetzt-erst-recht Stimmung machte sich breit, der Kampfgeist war geweckt, der teamspirit stimmte.

Alex Mehr trat im ersten Herreneinzel gegen den stärkeren der beiden Pakistani an und es kam zu einem packenden Duell auf Augenhöhe. Der Hochheimer konnte sich am Ende des ersten Satzes in einem Kraftakt knapp mit 23:21 durchsetzen und profitierte dabei von (erzwungenen) Fehlern des Gegners. Der zweite Satz war ebenso hart umkämpft, und auch hier hatte Alexander am Ende knapp mit 21:17 die Nase vorn.

Zeitgleich kämpfte Claus Schroeder auf dem Nachbarfeld gegen den anderen pakistanischen Federballer. Mit grossem Einsatz und klugen Bällen konnte Claus sich im ersten Satz klar durchsetzen, wobei er auch von einigen leichteren Fehlern des Hauptstädters profitierte. Dieser fing sich im zweiten Satz und es entstand eine ausgeglichene Partie bis zum 20:20. Danach konnte Claus allerdings mit letzter Kraft die beiden finalen Punkte erringen und den zweiten Punkt für das Team herstellen (21:14 und 22:20).

Gerne hätte es Matthias Schiller im dritten Einzel Alex und Claus gleichgetan, aber seine Leistung  im ersten Satz knüpfte nahtlos an das Doppel an, ein deutliches 11:21 war die Folge. Im zweiten Satz auf der lichttechnisch etwas besseren Seite und mit viel Zorn im Bauch konnte der lange mithalten, keiner konnte sich mehr als 2, 3 Punkte absetzen und wurde auch gleich wieder eingeholt so dass es zur Verlängerung kam. Auch hier ging es lange ausgeglichen hin und her, keiner konnte sich zwei Punkte absetzen, bis der Hochheimer leider zwei entscheidende Fehler zum 23:25 machte.

Im für sie ungewohnten Dameneinzel mühte sich Judith Völlger redlich und kam auch in mehreren Ballwechseln zu schön herausgespielten Punkten, insgesamt konnte sie aber die Dominanz der Hauptstädterin leider viel zu selten brechen, ein deutliches 6:21 und 4:21 spricht eine klare Sprache.

Damit war die Partie zwar verloren, aber das Mixed mit Evelyn Rattenhuber und Philipp Steigerwald wollte natürlich für das Team und die persönliche Bilanz noch einen Sieg beisteuern. Dass das schwer werden würde gegen ein extrem erfahrenes und spielstarkes Dotzheimer Mixed war klar und der Anfang war auch nicht leicht, der erste Satz ging klar zu 12 an die Hauptstädter. Dann aber steigerten sich die beiden und gewannen mehr Sicherheit in den Schlägen und konnten den zweiten Durchgang lange ausgeglichen halten, nur zum Schluss kam es zu einigen leichten und bedauerlichen Fehlern und als Resultat einem 18:21.

Damit kam es zur 2:6 Niederlage, was in der Tabelle nach 3 Spieltagen mit einem gewonnenen und zwei verloren Spielen Platz 6 von 10 Mannschaften bedeutet, wobei die beiden letzten Gegner gemeinsam die Spitze bilden, man hat also gegen starke Gegner verloren und sollte das untere Mittelfeld auch wieder Richtung oben verlassen können. Vielleicht schon am kommenden Samstag zuhause gegen Flörsheim, die momentan auf Platz 5 stehen.

Spielbericht 2. Spieltag

Unglückliche Niederlage am 2. Spieltag

Am vergangenen Samstag hatten die Badmintonspieler der SpVgg 07 ihr zweites Rundenspiel mit einem Heimspiel gegen den Polizeisportverein GrünWeiss Wiesbaden und trafen dabei zum großen Teil auf schon (seit Jahrzehnten) altbekannte Gegner.

Das erste Herrendoppel Florian Mikulasch / Dieter Schad traf auf gleichwertige Gegner, so dass sich ein hochklassiges und spannendes Spiel entwickelte, weniger Fehler als herausgespielte Punkte dominierten die Partie, keine Partei konnte sich entscheidend absetzen, allerdings verloren die Hochheimer die letzten Punkte des ersten Satzes rechtunglücklich zum 19:21. Der zweite satz stand dem ersten nichts nach, auch hier lag das knappe aber glücklichere Ende bei den „Polizisten“ mit 21:18. Viel schmerzlicher aber als das verlorene Spiel wog die Zerrung, die Dieter Schad sich im allerletzten Ballwechsel des Doppels an der linken Wade zuzog. Dadurch musste er auch das Einzel kampflos abgeben, darüber hinaus ist sein Einsatz die nächsten Wochen stark gefährdet.

Das Damendoppel Judith Völlger / Evelyn Rattenhuber traf auf relative schwache Gegnerinnen, den die Landeshauptstädter hatten taktisch bewusst eher das Dameneinzel und das Mixed stark besetzt. Dementsprechend glatt ging der Punkt im Doppel an die Hochheimerinnen (21:11 und 21:12), dafür verlor Evelyn Rattenhuber gleich anschliessend ihr Dameneinzel mit 10:21 und 13:21 gegen die starke Wiesbadenerin.

Das zweite Herrendoppel Claus Schroeder / Matthias Schiller traf auch auf alters-, erfahrungs- und stärkenmäßig gleichwertige Gegner, die allerdings zum Spiel einen gebrauchten Tag angedreht bekommen hatten und nicht in Form kamen. Das druckvolle und fast fehlerfreie Spiel der Weinstädter trug ein Übriges zu einem doch recht deutlichen 21:14 / 21:14 bei.

Das Mixed mit Judith Völlger und Matthias Schiller hatte anfangs deutliche Abstimmungsprobleme und fand kam zu einem Spielfluß. Mangelhaftes Stellungsspiel und ungewohnt leichte Schlagfehler liessen einen starken Gegner 21:10 triumphieren. Im zweiten Satz konnten sich die Gastgeber deutlich steigern, insbesondere Judith Völlger wusste mit starken Kontern und platzierten Bällen Akzente zu setzen, wodurch der satzausgleich mit 21:16 möglich wurde. Auch der dritte Satz war sehr lange auf hohem Niveau ausgeglichen, bis beim Stand von 13 beide die Weinstädter eine kleine Schwächephase hatten und die Gegner mit 19:13 davonzogen. Diesen Vorsprung konnten sie mit 21:15 ins Ziel retten.

Nach beruflich bedingter längerer Trainingsabwesenheit traf Claus Schroeder im dritten Einzel auf einen alten Fuchs vom PSV, der die Bälle extrem gut zu setzen wusste und die Schwächen bzw. Lücken des Hochheimers gnadenlos ausnutzte. Mehr als 14 Punkte konnte Claus im ersten Satz nicht erzielen. Im zweiten lief es dann etwas besser, die Schlagsicherheit kam zurück und er konnte ein ums andere Mal sehenswerte Punkte machen. Dennoch langte es letztlich „nur“ zu einem 16:21, womit die Hauptstädter den Siegpunkt klargemacht hatten.

Das abschliessende erste Einzel (das Zweite fiel ja kampflos aus) war zwar extrem sehenswert auf allerhöchsten Niveau der Spielklasse und Florian Mikulasch kämpfte seinen Gegner mit 21:15 und 21:14 nieder, vom Ergebnis aber leider bedeutungslos und – ohne das phantastische Spiel von Florian herabzuwürdigen - „nur“ Ergebniskosmetik zur 3:5 Niederlage.

Chancen auf wenigstens einen Punkt gab es zumindest im ersten Herrendoppel, auch das zweite Herreneinzel mit einem fitten unverletzten Dieter Schad hatte sicher gute Möglichkeiten, aber so ist eben das Leben und der Sport.

Das sonntägliche Spiel gegen Biebrich wurde auf Dienstag Abend verlegt, das Ergebnis hierzu wird nachgereicht.

Spielbericht 1. Spieltag

Kurioser Auftaktsieg der Federballer

Am vergangenen Samstag begingen die Badmintonspieler der SpVgg 07 ihren Saisonstart mit einem Heimspiel gegen Biebrich.

Obwohl alle Beteiligten nach der langen Pause seit März natürlich heiss auf den Fight waren, kam es doch auf beiden Seiten zu Besetzungsproblemen. Die Hochheimer konnten wegen Urlaub nur eine Dame aufstellen, die Gäste hatten verletzungsbedingt nur 3 Herren. Dadurch konnte die Hälfte er Spiele nicht ausgetragen werden, die Gastgeber mussten das Damendoppel und Dameneinzel kampflos abgeben, die Gäste das 2. Herrendoppel und 3. Herreneinzel, und ohne einen Sclah stand es schon 2:2.

Dann flog aber doch der erste Ball, und das erste Hochheimer Herrendoppel mit Florian Mikulasch und Dieter Schad fing gleich stark an und setzte die Hauptstädter mächtig unter Druck. Mit gezielten Bällen und harten Smashs konnten sie beim 21:12 und 21:12 den ersten Punkt für die Weinstädter sichern.

Parallel kam das Mixed mit Judith Völlger und Philipp Steigerwald gegen die insbesondere auf der Damenseite stark besetzte Biebricher Paarung nicht richtig in Schwung, trotz guter Leistung hatte der Gegner oft eine noch bessere Antwort auf die Schläge der Hochheimer, das 9:21 und 9:21 war die Konsequenz.

Nach diesem 3:3 Zwischenstand mussten nun die beiden Herreneinzel die Entscheidung bringen.

Florian Mikulasch startete furios und überrannte seinen Gegner im ersten Satz förmlich, ein 21:1 sieht man ganz selten, das muss wirklich alles gelingen. Mit diesem sicheren Sieg kehrte im zweiten Satz etwas Normalität ein, Florian liess die Zügel etwas lockerer und der Biebricher wurde stärker, dennoch kam es zum letztlich ungefährdeten 21:16 für die Gastgeber.

Nun lag es an Dieter Schad, dem schon gewonnen Unentschieden noch das Siegerkrönchen aufzusetzen. Auch er startete sicher mit platzierten Schlägen, sein gutes Auge für die Situation und die Laufwege führten ihn zu einem ungefährdeten 21:12 und 21:11 Sieg und damit den ersten beiden Punkten für die SpVgg.

Weiterhin angetreten waren Michael Lange und Matthias Schiller, die aber aufgrund des fehlenden vierten Biebricher Herren nicht zum Einsatz kamen.